Google und der Datenschutz

Schon seit Jahren muss sich Google größter Kritik wegen dem relativ freizügigen Umgang mit persönlichen Daten erwehren. Deutschland ist bekannt als ein Land, welches großen Wert auf Datenschutz legt und deshalb scheint sich Google nun in der anhaltenden Datenschutzdebatte mit der Sammlung von personenbezogenen Daten zurückzuhalten.

Doch worum geht es eigentlich? Googles Statistik- und Analyse-Tool GoogleAnalytics, welches im Web weit verbreitet ist und von vielen Webmastern eingesetzt wird, sammelt viele Informationen von Besuchern einer Webseite. Besonders die Sammlung und Speicherung von IP-Adressen, die man einem Ort und möglicherweise einer Person zuordnen kann, ist ein Dorn in den Augen von Datenschützern. Denn durch eine ausreichend große Datenbasis lassen sich Nutzerprofile erstellen, durch die Google nachvollziehen kann welche Webseiten eine Person besucht hat und daraus abgeleitet, welche Interessen sie hat.

Google bietet jetzt 2 Möglichkeiten an, dieser Sammlung von persönlichen Daten entgegenzuwirken:

Webmastern, die GoogleAnalytics nutzen, wird die Möglichkeit geboten durch eine Ergänzung in ihrem Tracking-Code Google nur noch zu erlauben einen Teil der IP-Adresse zu speichern und somit eine direkte Zuordnung zu einer Person zu unterbinden.

Außerdem haben Internetnutzer die Möglichkeit durch ein AddOn für ihren Browser Google daran zu hindern Daten über den Besuch einer Webseite zu sammeln. -> AddOn

Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist das sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, man sollte aber dabei nicht vergessen, dass außer Google auch andere Dienste/Dienstleister Daten über Besucher einer Webseite sammeln. Man ist also trotzdem nicht anonym im Netz unterwegs.

Mehr Gedanken zu diesem Thema findet ihr bei Alex und bei Martin.

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Tags:
addon | datenschutz | google | ip-adresse

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Dieser Beitrag wurde am 27 Mai 2010 um 20:52 in der Kategorie Internet veröffentlicht. Diesem Beitrag per RSS 2.0 folgen, einen Kommentar schreiben oder einen Trackback einrichten.

Ein Kommentar zu “Google und der Datenschutz”

  1. Martha sagt:

    Datenschutz ist ja in aller Munde zur Zeit. Genau wie das berühmte Social-Network Facebook. Und mit denen ist das ja so eine Sache. Eigentlich findet man das ja quatsch, aber durch Freunde, und die durch Freundesfreunde und die durch Freundesfreundesfreunde, kommt man irgendwie doch dorthin. Und letztens Endes hat man hunderte Freunde, von denen man nur eine Handvoll regelmäßig sieht. Und die andern 495??? Gut, nun bleibt es ja jeden selbst überlassen, wo er sich verewigt, aber die Nutzungsbedingungen von Facebook sind auf jeden Fall mehr als fragwürdig. Bin gespannt, wie viele sich auf jeden Fall am 31.5. abmelden werden, den offiziellen “Weltuntergangstag für das Social-Network”. Ebenfalls fragwürdig ist, wie es passieren, kann, dass, obwohl man sich durch den komplizierten Abmeldevorgang bei besagten Anbieter durchwuselt, man nach Monaten trotzdem noch über diesen und diversen Suchmaschinen gefunden wird??? Das soll mir mal einer erklären…

    Und was Google betrifft, so sollte man am Ball bleiben. Vor allem als User.

 

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