SAW 6 vs. Paranormal Activity

Erfolgreicher Serien-Horror-Schocker aus Hollywood trifft auf „Homemade-Horror“ hergestellt mit Mini-Budget.

Anfang Dezember kommt der sechste Teil der erfolgreichen Horrorfilmreihe „SAW“ in die deutschen Kinos. Doch diesmal ist alles anders. Bisher knackten die vergangenen Teile Rekordmarken in den ersten Wochen nach Kinostart, jetzt schwächt sich der Hype um die Erfolgsreihe ab. Denn in den USA konnte „SAW 6“ nach der Veröffentlichung nicht die Erwartungen erfüllen. Wie bei den meisten Serien-Krachern ist irgendwann mal Schluss und es wird immer schwerer die Leute vor die Kinoleinwand zu locken. Der Reiz geht halt irgendwann verloren und die Leute sehnen sich nach etwas Neuem.

In die Bresche springt der Film „Paranormal Activity“. Im Gegensatz zum Millionen Dollar schweren Film- und Werbebudget von „SAW 6“, kommt „Paranormal Activity“ mit einem Mini-Budget aus. Ähnlich wie bei dem Film „Blair Witch Project“ wird absichtlich auf einen „Homemade-Style“ gesetzt. Das senkt die Kosten enorm, hat seinen eigenen Reiz und lockt die Zuschauer gleichermaßen in die Kinos. Der Film wurde mit einem Budget von nur 15.000 Dollar in nur 7 Tagen abgedreht und das im Haus des Regisseurs Oren Peli, der seinen Film auch noch auf seinem Heimcomputer zurecht schnitt.

Das war 2007. Paramount Pictures erkannte das Potential von „Paranormal Acticity“ und kaufte die Filmrechte für 350.000 Dollar, ein guter Schnitt also für den Regisseur. Paramount setzte voll auf virales Marketing ohne großes Budget. Es veröffentlichte Szenen des Films im Internet, beispielsweise auf YouTube, und brachte den Film in Mini-Kinos wo er nur einer kleinen und ausgewählten Zielgruppe zugänglich gemacht wurde. Dadurch wurde das Marketing ein Selbstläufer, im Internet wurde der Film bzw. Ausschnitte daraus schnell zum Hype und die künstlich klein gehaltene Zuschauerschar verstärkte das ganze noch und machte den Film zu etwas Besonderem. Nachdem der Film noch etwas überarbeitet wurde brachte ihn Paramount in die Kinos und macht jetzt ebenfalls einen ordentlichen Schnitt, denn der Film hat schon über 100 Mio. Dollar eingespielt. Bleibt abzuwarten wie „Paranormal Activity“ sich in Deutschland schlägt, aber ich denke die Chancen stehen gut, denn auch „Blair Witch Project“ war ja damals ein Erfolg.

Bleibt mir nur zu sagen: Nicht nur ein dickes Werbebudget entscheidet über Erfolg oder Mißerfolg, auch durch mutige und kreative Ideen kann man zum Erfolg kommen! Und wie in diesem Fall auch in finanzieller Hinsicht mit wenig Einsatz viel erreichen!

Trailer SAW 6

Trailer Paranormal Activity



Links zum Thema:

“Paranormal Activity” – Horror-Hit mit Mini-Budget (www.welt.de)

SAW 6 (www.saw6film.com)

Paranormal Activity (www.paranormalactivity-movie.com)

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Tags:
horrorfilme | kinostart | paranormal-activity | saw-6 | virales-marketing

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Dieser Beitrag wurde am 19 November 2009 um 16:11 in der Kategorie Medien veröffentlicht. Diesem Beitrag per RSS 2.0 folgen, einen Kommentar schreiben oder einen Trackback einrichten.

 

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