Elektroautos – Fluch oder Segen?
Seit vielen Jahren wird an alternativen Antrieben für Kraftfahrzeuge geforscht. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Elektroautos gelegt, aber wirklich konkurrenzfähige Produkte sind bisher nicht entstanden.
Die einzigen serienfähigen Produkte sind momentan nur Mischformen von standardmäßigen Verbrennungsmotoren und Elektromotoren, sogenannte Hybridmotoren. Vorreiter im Hybridantrieb ist Toyota, welches seine Hybridmotoren als erstes in seinem Toyota Prius einsetzte und mittlerweile auf weitere Fahrzeuge in der Modelpalette ausdehnen will. Durch die lange Erfahrung im Hybridbereich, kann Toyota mit dem neuen Prius schon die dritte Generation der Hybridtechnologie an den Start bringen.
Im Gegensatz zur Hybridtechnologie steckt die reine Elektrotechnologie noch in den Kinderschuhen. Trotz relativ weit entwickelter Batteriesysteme wie dem Lithium-Ionen-System fällt es den Automobilbauern schwer effiziente Produkte auf den Markt zu bringen. Probleme bereiten in erster Linie die Speicherkapazitäten der Batteriesysteme, denn für den Antrieb eines Fahrzeuges benötigt man eine Menge elektrischer Energie. Das grundsätzliche zur Verfügung stellen dieser Energie ist durchaus möglich, allerdings nicht über einen längeren Zeitraum hinweg, das schlägt sich in der Reichweite dieser Elektroautos wieder. Um eine angemessene Reichweite zu erzielen werden relativ viele Batterien benötigt, wobei wir beim nächsten Problem wären. Batterien/Akkus für Elektroautos haben ein hohes Eigengewicht. Mit jeder zusätzlich eingebauten Batterie in ein Elektroauto, um die Reichweite zu erhöhen, erhöht man unwillkürlich das Gesamtgewicht des Fahrzeuges und das in einem nicht unerheblichen Maße.
Die Schwierigkeit liegt also nicht in der Herstellung der Antriebe für Elektroautos, sondern eher in der Herstellung effizienter Speichersysteme. Doch selbst wenn dieses Problem gelöst werden sollte, bleibt immer noch die Frage woher die Energie die in diesen Fahrzeugen eingesetzt wird eigentlich kommt. Ein tolles, effizientes und äußerst umweltfreundliches Elektroauto bringt nichts, wenn die Energie dafür in einem Kohlekraftwerk hergestellt wird.
Nicht zu vergessen der Fahrspaß! Ich denke Männer werden mir da zustimmen. Denn dieser leidet eindeutig, wenn man in einem Auto sitzt was beim Gas geben nicht die üblichen Geräusche eines Verbrennungsmotors macht.
Links zum Thema:
Wann das Elektroauto wirklich kommt (www.focus.de)
Neue Ladetechnik für Elektroautos (www.stern.de)
Eine Brennstoffzelle im Streichholz-Format (www.welt.de)
Tags:
elektroantrieb | hybridantrieb | lithium-ionen-akku | prius | toyota
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26 Oktober 2009 um 08:07
Die üblichen Geräusche eines Verbrennungsmotors nicht zu hören, ist wie ein Fahrrad zu fahren. Oh, Danke, das ist überhaupt nicht für mich.