Ein Einkauf bei Lidl

Ein Einkauf bei Lidl kann so ziemlich alles sein, aber vor allem besonders frustrierend!

Wir haben heute unseren Wochenend-Einkauf bei Lidl gemacht. Sonst gehen wir allerdings immer bei Aldi einkaufen. Da unser kleiner Sohn aber den Wunsch geäußert hat, sollte es also Lidl werden. Das Sortiment unterscheidet sich ja fast gar nicht mehr und die Preise sind eh überall gleich. Nach dem wir unsere gesamten Einkäufe zusammen gesucht hatten, gingen wir zur Kasse. Dort fing alles an, zwei Kassen waren geöffnet. Eine Kasse war recht voll, bei der anderen Kasse “fertigte” die Kassiererin den letzten Kunden ab. Ich stellte mich an und wollte gerade die Einkäufe auf das Band legen, da schreit mich der Sichertswachmann an “Ey hier nicht mehr, stellen Sie sich gefälligst an der anderen Kasse an”. „Gerne“ sagte ich „bei Ihrer höflichen Aufforderung“.

Als wir unsere Einkäufe auf dem Band hatten und endlich dran waren, glaubte ich nicht wirklich was ich da zu sehen bekommen habe. Meine Frau und mein Sohn trinken gerne Punica. Die gibt es ja meistens in einem Sechser-Träger käuflich zu erwerben und dieser stand also auf dem Band. Und jetzt fängt es an. Der Strichcode der einzelen Flaschen war so gedreht, dass die Kassiererin keine Chance hatte an diesen Strichcode ranzukommen. Oben auf der Verpackung war ebenfalls ein Strichcode, ich sagte zur Kassiererin: „Oben ist einer drauf”. Sie daraufhin: „Der geht nicht oder glauben Sie ich seh das nicht”. “Entschuldigung” sagte ich “wollte Ihnen nur helfen.” Sie reagierte überhaupt nicht und fing an den sechser Träger auseinander zu reißen, um an eine einzige Flasche zu gelangen. Scannte diese eine Flasche, drückte auf ihrer Kasse mal fünf und schob mir das zerlegte Sixpack rüber. “Das ist doch jetzt nicht Ihr Ernst” sagte ich. “Doch” sagte sie. “Wie soll ich sonst die Flaschen scannen?” Ich fragte Sie wie ich die Flaschen jetzt tragen soll? “Kaufen Sie sich doch eine Tüte!” Wow, gut dachte ich, aber das ist doch nicht Sinn und Zweck der Veranstaltung. Ich sagte zu ihr: „Ich nehme mir doch nicht einen Träger, damit Sie mir den an der Kasse auseinander reißen, dann hätte ich mir ja auch gleich 6 einzele Flaschen kaufen können”. „Ja“ sagte Sie „das wäre für mich besser”. „Schön und denken Sie auch mal an Ihre Kunden?“ Jetzt war Sie rot im Gesicht. „Wenn Sie Kundenorientiert arbeiten würden dann würden Sie sich als Discounter mal an Punica wenden und bescheid geben, dass Sie die Träger anders einpacken sollten. Oder der vielleicht schlauere Gedanke: Kleben Sie sich doch einen Strichscode an die Kasse dann brauchen Sie die Verpackung nicht so vergewaltigen und haben zufriedene Kunden, denn die anderen an der Kasse sind genauso genervt wie ich.“ Sie wurde immer röter im Gesicht. „Und danke für Ihr Angebot mit der Tüte, aber das ist das kundenunfreundlichste was Sie mir anbieten konnten. Schönes Wochenende wünsche ich Ihnen und das war mein letzter Einkauf bei Lidl denn der kann so ziemlich alles sein – außer kundenfreundlich.“


Links zum Thema:

Lidl Kundeninformation (www.lidl.de)

Tags:
aldi | discounter | kundenfreundlich | lidl | strichcode

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Dieser Beitrag wurde am 26 September 2009 um 15:31 in der Kategorie Aufreger veröffentlicht. Diesem Beitrag per RSS 2.0 folgen, einen Kommentar schreiben oder einen Trackback einrichten.

Ein Kommentar zu “Ein Einkauf bei Lidl”

  1. Christian sagt:

    Unglaublich! Gibt es da nicht so einen Spruch: “Der Kunde ist König!” Der ist schon uralt, den hat meine Oma schon gesagt, und die Unternehmen heutzutage behaupten sie legen besonderen Wert auf Kundenorientierung und Kundenfreundlichkeit! Ich glaube die gute hat selbst gar nicht mitbekommen was sie da eigentlich angestellt hat!

 

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